Berufliche Bildung

Die alltägliche Produktion ermöglicht den Fachkräften eine Vielzahl von fachlichen, sozialen und lebenspraktischen Kompetenzen zu vermitteln. So können neben der Ausübung der eigentlichen Arbeit zum Beispiel auch Konzentration, Ausdauer, Sorgfalt, Geschicklichkeit, Selbständigkeit, Frustrationstoleranz, Wahrnehmungsfähigkeit und Teamfähigkeit gefördert werden.
Darüber hinaus kommt der Arbeit in Bezug auf das seelische Wohlbefinden der Werkstattbeschäftigten eine immens wichtige Rolle zu, insbesondere weil:

 

Arbeit immer zugleich ein sozialer und schöpferischer Prozess ist und eine wichtige Voraussetzung zur Entwicklung bzw. Aufrechterhaltung einer stabilen und realitätsorientierten Persönlichkeit darstellt,

 

  1. Arbeit ein Gefühl von persönlichem Erfolg und Sicherheit durch die gelungene Bewältigung äußerer Anforderungen und Erwartungen vermittelt,
  2. Arbeit die Möglichkeit bietet, sich in sozialen Rollen zu engagieren,
  3. Arbeit tägliche mitmenschliche Kontakte schafft, die jeder benötigt, um psychisch ausgeglichen zu bleiben,
  4. Arbeit ein Gefühl der Zugehörigkeit vermittelt und den Gegenpol zur gesellschaftlichen Ausgrenzung darstellt,
  5. Arbeit einen Realitätsbezug herstellt,
  6. Arbeit in den gesellschaftlichen Alltag integriert, diesen strukturiert und aktiviert,
  7. Arbeit Kommunikation fördert und soziale Anerkennung verleiht.
  8. Arbeit ein Gefühl materieller Flexibilität vermittelt.

 

(vgl. Enzyklika Papst Paul VI. Populorum progressio)

 

Ergänzend zu der täglichen Arbeit, werden in regelmäßigen Abständen Themen aus dem Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz geschult. Ebenso wie bei den Fachkräften, muss der Arbeitgeber die Werkstattbeschäftigte nach § 12 Arbeitsschutzgesetz regelmäßig und ausreichend über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz unterweisen.

 

beschaeftigter arbeitet mit winkelschleifer - verschleifen von metallteilen die fachkraft fuehrt die jaehrliche plichtunterweisung zum thema brandschutz durch